Start Aktuell Verein aktuell Kulturkastl besuchte die Domstädte Worms und Speyer

Am Wochenende 27./28.9 fand die Fahrt des Kulturvereins „Kulturkastl“ mit einem voll ausgebuchten Bus nach Worms und Speyer statt. Bereits auf der Fahrt in die Pfalz gab es bei einem kurzen Halt den obligatorischen Begrüßungssekt.

Nach der mittäglichen Stärkung in einem Brauhaus zeigten zwei Stadtführerinnen den Kulturkastlern bei strahlendem Sonnenschein ihre Nibelungenstadt Worms. Von den Kelten gegründet, wetteifert sie mit Augsburg, Trier und Kempten um den Titel der ältesten Stadt Deutschlands.

 

An Sehenswürdigkeiten beeindruckten die Kastler Gäste besonders das große Lutherdenkmal, der jüdische Friedhof „Heiliger Sand“, der der älteste seiner Art in Europa ist, und natürlich der romanische Kaiserdom St. Peter. Nach der Stadtbesichtigung ging die Fahrt zum Hambacher Schloß. Berühmt wurde dieses durch das gleichnamige Fest im Jahre 1832, bei dem Forderungen der Festteilnehmer nach nationaler Einheit, Freiheit und Volkssouveränität laut wurden. Dieses Ereignis, bei dem 20.000 bis 30.000 Menschen anwesend waren, gilt als eines der bedeutendsten in der deutschen Demokratiegeschichte.

Im Festzug wurde das erste Mal die schwarz-rot-goldene Fahne der Urburschenschaft als Sinnbild für die Einheit des zersplitterten Deutschen Bundes geschwungen. Philipp Jakob Siebenpfeiffer, einer der Hauptakteure des Festes, rief die Deutschen dazu auf, sich nicht mehr wie Knechte unter das Joch ihrer Fürsten beugen zu lassen. Er prophezeite ein wirtschaftlich geeintes Europa, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt seien und in dem das Volk seine nationale Einheit durchsetzen werde.

Von der Höhe des Hambacher Schlosses aus hatten die Kulturkastler in der warmen Nachmittagssonne einen wunderbaren, weiten Blick über die Weinberge in das Rheintal. Übernachtet wurde im Steigenberger Hotel in Deidesheim. Der Ort ist berühmt für seine Weine und das “Kohl“-pfälzer Gericht „Saumagen“. Am Abend wurde beidem in verschiedenen Weinlokalen ausgiebig zugesprochen.

Nach dem Frühstück am Sonntag ging die Fahrt nach Speyer, wo ebenfalls drei Stadtführer auf die Gruppe warteten. In unterhaltsamer und witziger Art und Weise erläuterten sie bei einem Spaziergang den Kastlern die Stadt. Imposant war natürlich der Dom, der die größte erhaltene romanische Kirche der Welt ist. Bereits seit 1981 steht er auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Äußerst interessant war der Besuch der alten Synagoge mit einem rituellen jüdischen Bad, der Mikwe. Im 12. Jahrhundert war die jüdische Gemeinde, zu der auch die Weisen von Speyer gehörten, eine der bedeutendsten im Heiligen Römischen Reich.

Am Ende der Maximilianstraße befindet sich der sog. „Altpörtel“, der im Mittelalter das westliche Haupttor der Stadt war. Von der Galerie des obersten Geschosses hatten die Besucher einen tollen Überblick über die ganze Stadt. Nach dem Stadtrundgang konnten dann die Teilnehmer auf eigene Faust die eine oder andere Sehenswürdigkeit vertieft besichtigen oder im Sonnenschein noch Kaffee und Kuchen oder ein Gläschen Wein genießen.

Die Rückfahrt wurde auf Höhe des Weinsberger Kreuzes noch durch den Besuch einer sog „Besenwirtschaft“ unterbrochen. Bei sehr guter Stimmung ließen sich die Kastler das Essen und den Rebensaft schmecken, und so traten am Ende nicht nur die Fahrtteilnehmer sondern auch etliche Flaschen Wein die Heimfahrt nach Kastl an. Allen Teilnehmern waren die zwei abwechslungsreichen Tage in der Gemeinschaft wie im Fluge vergangen. Sie alle freuen sich schon auf den Herbst des kommenden Jahres, wenn es wieder heißt: „Kulturkastl´s Wochenendfahrt geht nach ...?“.

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