Start Aktuell Verein aktuell Herbstfahrt nach Leipzig

Da es in diesem Jahr mit Quedlinburg leider aus zeitlichen Gründen nicht klappte, wurde als Ersatzziel Leipzig ausgewählt. Es stellte sich schnell heraus, dass diese Stadt mehr als nur „Ersatz“ war.

Am Samstag, 21.9., startete der vollbesetzte Bus um 7:30 Uhr in Kastl.

Die meisten der Reisenden waren Mitglieder unseres Kulturvereins, einige Wenige Freunde von Mitgliedern bzw. dem Verein eng verbunden.

Unterwegs wurde bei einem Rasthaus der obligatorische Begrüßungs- bzw. Einstimmungstrunk kredenzt. Gegen Mittag erreichten die Kastler Leipzig, wo sie sehr zentral im Hotel Innside by Melia wohnten, genau gegenüber der Thomaskirche, der Wirkungsstätte Johann Sebastian Bachs und des Thomanerchores.

Ab 14:00 Uhr startete dann unser Bus mit einem Gästeführer an Bord zur eineinhalbstündigen Stadtrundfahrt. Diese bot zur Einführung einen interessanten Überblick, vor allem über sehenswerte Stadtrandgebiete bzw. Gebäude außerhalb des Zentrums. So beeindruckten das Waldstraßenviertel mit Gründerzeitarchitektur, das Kultviertel Plagwitz mit Industriearchitektur, Lofts und Kanälen, Mediacity und MDR, die alte Messe, die Südvorstadt, ebenso das Bundesverwaltungsgericht, die Deutsche Nationalbibliothek sowie das Völkerschlachtdenkmal. Unser Gästeführer erwies sich als unglaublich kompetent, auch in vielen Details. Er konnte fast zu jedem Gebäude entlang unserer Route geschichtliche Fakten liefern.

Den Endpunkt der Busfahrt bildete der Augustusplatz, der auf der Nordseite von der Oper, auf der Südseite vom Gewandhaus eingerahmt wird. Dies war sozusagen auch das Eingangstor in das Zentrum der Stadt.

Ab hier teilten sich die kulturbeflissenen Kastler in zwei Gruppen, und es kam eine weitere Gästeführerin hinzu, da dann die kompakte und größtenteils autofreie Innenstadt zu Fuß erkundet wurde.

Für deutsche Großstädte eher ungewöhnlich, prägen gut erhaltene historische Gebäude und Straßenzüge das Bild der Leipziger Innenstadt. Barocke Kleinode, Renaissance- und Jugendstilbauten sind in den vergangenen 25 Jahren liebevoll restauriert worden. Vor allem der Markt mit dem alten Rathaus, der Naschmarkt mit der alten Börse, oder die Passage Specks Hof waren Anziehungspunkte.

Natürlich wurde auch die Mädlerpassage mit dem weltberühmten Auerbachskeller besichtigt. Goethe hat ja diesem Lokal, in dem er häufig verkehrte, in seinem „Faust“ ein bleibendes literarisches Denkmal gesetzt.

Kleine Anmerkung am Rande für uns Oberpfälzer:

den Namen „Auerbachskeller“ verdankt das Lokal seinem ehemaligen Erbauer und Eigentümer, dem Leipziger Stadtrat, Arzt und Hochschullehrer Heinrich Stromer, der nach seinem Geburtsort Auerbach in der Oberpfalz nur „Dr. Auerbach“ genannt wurde und 1508 auch als Rektor der Universität wirkte.

Natürlich durfte beim Stadtrundgang auch die Nikolaikirche mit der seit 2010 davor stehenden Nikolaisäule nicht fehlen. Diese Kirche war ja bekanntlich im Herbst 1989 zentraler Ausgangspunkt der friedlichen Revolution in der DDR.

Nach Beendigung der Kombination Stadtrundfahrt/-rundgang konnte sich jeder Fahrtteilnehmer seinen persönlichen Highlights nochmals widmen. Shopping-Interessierte erfreuten sich der kurzen Wege zu dem beeindruckenden Passagensystem mit den vielen anziehenden Geschäften. Andere wiederum genossen das Leben in der Stadt bei einer Tasse Kaffee oder einem Gläschen Wein.

Noch einem opulenten Frühstück und dem Check-out fuhren die Kastler in das westlich von Leipzig liegende Merseburg, eine Dom- und Hochschulstadt an der Saale. Sie ist eine der ältesten Städte im mitteldeutschen Raum, wurde im 10. Jahrhundert zur Königspfalz erhoben und gilt als Heimatstadt der Merseburger Zaubersprüche aus dem 9./10. Jahrhundert.

Die Gästeführer erwarteten uns bereits am Busparkplatz. In zwei Gruppen ging es dann durch den eindrucksvollen Schloßgarten zum Renaissanceschloss Merseburg. Dem Schloss angegliedert ist der sogenannte Rabenkäfig. Hier schilderten beide Gästeführer eindrucksvoll die Merseburger Rabensage (kann man googlen – genauso wie die Zaubersprüche).

Nach der Besichtigung des Domes, des alten Rathauses sowie des Ständehauses wollten sich alle Fahrtteilnehmer noch kurz vor der Heimfahrt stärken, was sich als größeres Problem herausstellte. Es hatten nämlich im Zentrum der Stadt gerade einmal zwei kleine Restaurants geöffnet, und da waren natürlich die wenigen Plätze sehr schnell besetzt.

Nur gut, dass es bei der Heimfahrt dank des Kulturvereinsvorstandes noch eine Stärkung in Form von geräucherten Bratwürsten mit Brot für jeden gab. So fand auch diese Herbstfahrt ihr gutes Ende.

 


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